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Induktionsherd mit 4 Feldern und Glaskeramik-Oberfläche |
Energie in Form eines magnetischen Wechselfeldes wird in den Boden des Kochgeschirrs übertragen und dort in Wärme umgewandelt.
Unterhalb der aus Glaskeramik bestehenden Kochfläche befindet sich eine stromdurchflossene Spule, die ein magnetisches Wechselfeld erzeugt. Dieses induziert in einem darüber platzierten metallischen Topf eine Induktionsspannung. Durch diese Spannung entstehen Wirbelströme, die das Metall des Topfes und von dort durch Wärmeübertragung den Inhalt aufheizen. Die dabei üblicherweise angewandten Frequenzen liegen im Bereich von etwa 25 bis 50 kHz.
Obwohl Induktionsbeheizung prinzipiell bei allen metallenen (stromleitenden) Töpfen (z.B. auch aus Aluminium) funktioniert, ist für eine ausreichend gute Funktion mit handelsüblichen Induktionskochfeldern spezielles Kochgeschirr mit Böden aus ferromagnetischem Material notwendig. Die Gründe sind:
Das (ferromagnetische) Material muss weiterhin einen ausreichend höheren spezifischen elektrischen Widerstand aufweisen als das Kupfer der Induktionsspulen. Das ist bei Eisen der Fall.
Um zu überprüfen, ob Kochgeschirr für Induktionskochflächen geeignet ist, kann ein Magnet an den Boden gehalten werden. Bleibt dieser haften, ist der Boden (ferro)magnetisch und damit geeignet.
Die meisten Induktionskochfelder schalten automatisch ab, sobald kein oder kein geeigneter, d.h. ferromagnetischer Topf auf der Kochplatte steht.
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Induktionskochplatte mit abgenommener Abdeckung: Zu sehen ist die große Kupferspule, darunter die Elektronik; rechts oben: Netzfilter; unten rechts: Ventilator zur Kühlung; unten unter dem Aluminium-Kühlkörper: IGTB; links unten: blaue Kondensatoren des Resonanzkreises; links oben: Hilfsspannungsversorgung; weißer Knopf in der Mitte: Temperatursenso |
Eine große flache einlagige Spule aus Hochfrequenzlitze erzeugt das magnetische Wechselfeld unter der Kochfläche. Sie bildet mit Kondensatoren einen Schwingkreis, der von IGTB-Schalttransistoren angetrieben wird. Dafür gibt es verschiedene Schaltungskonzepte. Die Schalttransistoren werden zum Beispiel mit im Resonanzkreis liegenden Stromwandlern gesteuert und aus einem regelbaren Gleichspannungs-Zwischenkreis gespeist. Die Gleichspannung wird über steuerbare Gleichrichter aus der Netzwechselspannung gewonnen - ihre Höhe bestimmt die Heizleistung. Eine weitere Möglichkeit ist die Pulsweitensteuerung der Anregung des Resonanzkreises.
Vorteile
Als Alternative zu teurem Spezialgeschirr empfehlen sich einfache emaillierte Stahltöpfe und eiserne Bratpfannen. Auch handelsübliche Edelstahltöpfe mit mehrlagigem Topfboden eignen sich für das Kochen mit Induktion. Diese sind auf der Verpackung, z. T. auch der Unterseite mit einem speziellen Symbol gekennzeichnet.
Es scheint zumindest bei preiswerten Einzel-Induktionskochfeldern das Problem zu geben, dass sich diese nicht mit kleinen Leistungen betreiben lassen, was den Gebrauchswert etwas einschränkt. Man darf sich darüber auch durch die Anzahl der Leistungsstufen nicht hinwegtäuschen lassen.